Sehr geehrter Herr Generalsekretär,
Anlässlich einer WHO/FAO Konferenz in Rom verschickte die FAO eine
Presseerklärung mit Datum vom 18. Mai 2006, in der festgestellt
wurde, "dass die Ernährung in der EU sich immmer mehr
verschlechtert, dass der Anteil an Fetten, besonders gesättigten
Fetten, Zucker und Cholesterin zu hoch ist" und damit zu der
dramatischen Situation beiträgt, dass jedes Jahr mehr als 400.000
Kinder übergewichtig werden.
Zunehmendes Übergewicht bedroht die Europäer mit Herzkrankheiten, hohem Blutdruck, Schlaganfall, Diabetes, Atembeschwerden, Arthritis und verschiedenen Arten von Krebs.
Auch in den USA geriet die öffentliche Gesundheit im vergangenen Jahrzehnt massiv unter Druck durch die Zunahme von übergewichtigen Menschen.
Während einer Tagung in Brüssel vom 11. bis 12. Mai 2006 haben sich EU und USA zusammengetan und eine gemeinsame Strategie gegen Übergewicht entwickelt, das der Europa-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz Markos Kyprianu als die "größte gesundheitliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts" bezeichnet. (1)
Eine bewegungsarme Lebensweise spielt in dieser dramatischen Situation sicherlich auch eine Rolle, aber - und so erklärt es auch die FAO - die Ernährung ist eine der Hauptursachen.
Wenn sie so gefährlich sind, warum kaufen dann die Menschen diese Unmengen an fettreichen tierischen Produkten?
Die EU-Landwirtschaftspolitk, die alles massiv subventioniert, nur keine pflanzlichen Produkte, mag eine der Ursachen sein, wenn die Verbraucher eher cholesterinhaltige Lebensmittel kaufen als teureres Obst und Gemüse.
Die Situation in den USA ist ähnlich. Mark Muller, Direktor des Instituts für Landwirtschaft und Handel und sein Umwelt- und Landwirtschaftsprogramm (2) sagt: "Wenn wir uns ernsthaft mit dem Übergewichtsproblem beschäftigen wollen, sollten wir Märkte schaffen, die gesunde Nahrungsmittelproduktion und -verbrauch fördern. Im Moment macht die Landwirtschaftspolitik gerade das Gegenteil."
Es wird von Tag zu Tag offensichtlicher, dass die Erforschung und Förderung von Alternativen zur traditionellen fleisch-zentrierten Ernährung längst überfällig ist, und deshalb begrüßen die unterzeichnenden Vegetarier-Verbände den Kampf der UN gegen das Übergewicht. Allerdings möchten wir die FAO/WHO-Experten dazu ermuntern, auch den nächsten Schritt zu tun, die Vorteile einer gesunden vegetarischen Ernährung (3) zu untersuchen, die - neben vielen anderen Vorzügen
Sehr geehrter Herr Generalsekretär,
wir sind gerne bereit, alle Initiativen der Vereinten Nationen zu
unterstützen, die zu einer Empfehlung für einen gesunden und
verantwortungsbewussten vegetarischen Lebensstil führen, der den
Menschen zu besserer Gesundheit verhilft und eine entscheidende Rolle
dabei spielt, wenn es darum geht eine bessere Welt für alle zu
schaffen.
Mit freundlichen Grüßen
Renato Pichler
Präsident
European Vegetarian Union
http://www.euroveg.eu
1) http://europa.eu.int/rapid/pressReleasesAction.do?
reference=SPEECH/06/294&type=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en
2) www.commondreams.org/cgi-bin/print.cgi?file=/news2006/0418-04.htm
3) Die Amerikanische
Gesellschaft der Ernährungswissenschaftler (ADA) und der Verband
kanadischer Ernährungswissenschaftler (DC)
vertreten die Position, dass eine vernünftig geplante
vegetarische Kostform gesundheitsförderlich und dem
Nährstoffbedarf angemessen ist sowie einen gesundheitlichen Nutzen
für Prävention und Behandlung bestimmter Erkrankungen hat.
Luka Oman, Präsident
> Animal
Friends Croatia
www.prijatelji-zivotinja.hr
Ilaria Ferri, Director
Animalisti Italiani Onlus
Rome, Italy
Teri Barnato
> Association of Veterinarians for Animal Rights
Davis, California, USA
Marc Bekoff
Professor of Biology at the University of Colorado
Boulder/USA
and is a Fellow of
Marly Winckler, Präsidentin
>Brazilian Vegetarian Society
http://www.svb.org.br/home/home.htm
> Catholic Concern
for Animals-USA
Wayne, NJ, USA
www.Catholic-animals.org
Stephen R. Kaufman, M.D., Vorsitzender
> Christian Vegetarian
Association (CVA)
[Zentrale] Cleveland, Ohio, USA
www.christianveg.com
Sune Borkfelt, Vize-Präsidentin
>
Dansk Vegetarforening (Dänische Vegetarier Gesellschaft)
Aarhus, Dänemark
www.vegetarforening.dk
Caryn Hartglass, Executive
Director
>EarthSave International
PO Box 96
http://www.earthsave.org
Dan Brook, Ph.D.
>
Eco-Eating
San Francisco, USA
www.brook.com/veg
Gene
Bauston, Präsident
>Farm Sanctuary
Watkins Glen, NY, USA
www.farmsanctuary.org
Jan Fredericks, MA, LPC, Licensed
Counselor, Präsident
> God's Creatures Ministry
Wayne, NJ,
USA
www.Godscreaturesministry.org
Ruth E. Heidrich, Ph.D.
Autorin von "Senior Fitness"
Vegane Ironlady Triathlete
and Marathonläuferin
www.RuthHeidrich.com
Lewis Regenstein, Präsident
> The Interfaith Council for the Protection of
Animals and Nature (ICPAN)
Atlanta, GA, USA
Source/Quelle: European
Vegetarian Union