Geschrieben/übersetzt von: Georgia Blackwell
Europäische Vegetarier-Union (EVU), Vegetarier-Bund
Deutschlands e.V. (VEBU), Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus
(SVV)
Kommentar zu: Internationale Grüne Woche Berlin – 17-26. Januar
2003
Ausstellung für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau
Der Vorstand und die Mitgliedsvereine der Europäischen Vegetarier
Union nehmen die „Grüne Woche“ zum Anlass, jenen Anerkennung
zu zollen, die in der Vergangenheit ausreichend hochwertige Nahrungsmittel
produziert haben und auch in Zukunft dafür sorgen werden, dass kein
Mangel auftreten wird. Wir wissen, dass die Arbeit in der Landwirtschaft
eine beschwerliche ist und danken all denen, die sich dieser Mühe
aussetzen und deswegen oft starke Einschränkungen in ihrem privaten
Lebensbereich in Kauf nehmen müssen.
Die europäische Vegetarierbewegung begrüsst das bestehende reichhaltige
Angebot an pflanzlichen Lebensmitteln, warnt aber gleichzeitig vor einer
zu starken Fixierung auf tierische Produkte. Es ist ausreichend bekannt,
welche Probleme in den letzten Jahrzehnten mit der Produktion und dem
Verzehr von Fleisch verknüpft waren. Aber abgesehen von Tierkrankheiten
und damit verbundenen Gefahren für den Konsumenten, muss auch darauf
hingewiesen werden, dass eine Reihe von umfassenden Studien den Zusammenhang
von Fleischverzehr und gewissen Krankheiten belegt haben. Im Entwurf der
WHO/FAO Beratergruppe für Ernährung und zur Prävention
von chronischen Krankheiten ist zu lesen, dass in westlichen Ländern
Ernährungsfehler für 30 % von Krebserkrankungen verantwortlich
sind und dass daher mehr Wert auf den Verzehr von Obst und Gemüse
gelegt werden sollte.
Abgesehen von positiven Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit führt
eine vegetarische Lebensweise auch zu
– einer verringerten Arbeitsbelastung für jene Landwirte, die
sich dem Anbau von pflanzlichen Nahrungsmitteln widmen
– mehr Solidarität mit Hungernden
– mehr Respekt für Tiere
– einer nachhaltigeren Nutzung von Ressourcen
– einer sorgsameren Behandlung der Umwelt
– stark reduzierter Schadstoffbelastung
– einer Gesundung der Meere
– dem Erhalt der Biodiversität auf unserem Planeten
Eine stetig wachsende Zahl von Vegetariern überall in der Welt zeigt,
dass immer mehr Menschen diese Zusammenhänge erkennen und daraus
Konsequenzen für ihre praktische Lebensweise ziehen. Es ist die Aufgabe
der Europäischen Vegetarier Union, für alle zu arbeiten, die
sich entweder dieser gesunden und rücksichtsvollen Lebensweise schon
verschrieben haben oder sich darüber informieren wollen.
Der diesjährigen Grünen Woche in Berlin wünschen wir einen
guten Verlauf.
Herma Caelen
Generalsekretärin Europäische Vegetarier Union
e-Mail
Website http://www.european-vegetarian.org
Thomas Schönberger
Vorsitzender Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.
Blumenstr. 3, D 30159 Hannover
E-Mail: info@vegetarierbund.de
Website www.vegetarierbund.de
Renato Pichler
Präsident Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus
Bahnhofstr. 52, CH 9315 Neukirch-Egnach
E-Mail svv@vegetarismus.ch
Website www.vegetarismus.ch