Liebe Leserinnen und Leser,
Die Urlaubsstimmung ist allgegenwaertig und das Wetter spielt mit, was die Reiselust noch steigen laesst. Wer sich nicht genau auskennt mit den Reisebedingungen fuer seinen vierbeinigen Freund, findet Informationen unter dem link-Tipp *), den wir dem Service www.tierlieb.net verdanken.
Und wenn Sie schon bei der Planung von Reisen sind, vergessen Sie nicht unsere EVU Mitgliederversammlung in Ghent/Belgien im September. Weitere Einzelheiten stehen hier: www.vegetarian.be/evu
Ich wuensche allen eine sonnige, unbeschwerte Urlaubszeit.
Mit bestem Gruss
Herma Caelen
Sekretariat Europaeische Vegetarier Union
www.european-vegetarian.org
*Pressemitteilung zum ersten Jahrestag "Tierschutz im Grundgesetz"
am 17. Mai: Quo vadis Staatsziel Tierschutz?
Vor einem Jahr, am 17. Mai 2002, beschloss der Deutsche Bundestag mit ueberragender
Mehrheit die Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz. Der Bundesverband Menschen
fuer Tierrechte zieht zum ersten Jahrestag Bilanz und fordert vom Staat, den
hohen Auftrag eines Staatsziels Tierschutz endlich auch in der praktischen Umsetzung
erkennbar werden zu lassen.... http://tierrechte.de/p77001007x1112.html
Kontakt: Dr. jur. Eisenhart von Loeper, Tel.: 00 49 74 52 - 49 95
der infodienst: Menschen fuer Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner
e.V.
eMail: infodienst@tierrechte.de
Internet: http://tierrechte.de/
Wichtig : Einzelheiten ueber die Kampagne "Tierschutz in die EU-Verfassung"
: http://www.animals-constitution.info/
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**Letzter Ausweg - Evangelische Kirche kontra Tierversuche
Das Wortpaar »letzter Ausweg« findet sich meist in Gesellschaft
so dramatischer Vokabeln wie Krieg oder Selbstmord. Dass es von der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD) jetzt mit Blick auf die Neuregelung der EU-Chemikalienpolitik
gebraucht wurde, mag da zunächst überraschen. Geht es doch darum,
in den kommenden Jahren Zehntausende industriell genutzter Chemikalien in ihrer
Auswirkung auf Mensch und Umwelt zu bewerten. Die dafür in Brüssel
vorgelegte Richtlinie ist den einen zu restriktiv (Industrie), den anderen zu
lasch (Umweltverbände). Wofür die einen wie die anderen offenbar blind
sind, daran erinnerte nun die Evangelische Kirche: Dass das Verfahren nämlich
auf jeden Fall mit Leid und Tod verbunden sein wird - für die Tiere, an
denen eine Vielzahl der Substanzen getestet werden. Das Brüsseler EKD-Büro
fordert mehr alternative Testverfahren, um die Tierversuche auf ein »absolutes
Minimum« zu begrenzen. Sie dürften nur als »letzter Ausweg«
zulässig sein. Resignation und Kapitulation, die an ihm kleben, machen
dieses Wortpaar nicht gerade sympathisch. Und meist ist der letzte Ausweg ein
Irrweg. Dennoch ist die
Initiative der EKD nicht zu unterschätzen. Zeigt sie doch, dass es in den
christlichen Kirchen auch auf europäischer Ebene Ansätze gibt, den
jahrhundertelang missachteten Tieren endlich ihren Platz im Bild der Schöpfung
einzuräumen. (Neues Deutschland 12.05.03) http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=35265&IDC=7
***40 Kilo Schweinefleisch pro Person
140 000 Menschen halten in Deutschland etwa 26 Millionen Schweine. 20 000 Betriebe
nennen mehr als 400 Tiere ihr eigen - dort leben mehr als zwei Drittel der 41
Millionen Schweine, die jährlich im Schlachthaus enden. Muttersauen werden
künstlich besamt und werfen jährlich 2,2 Mal je neun bis zehn Frischlinge
in "Abferkelstationen". Bei der Geburt wiegt das Schwein (lat. suinus)
1,3 Kilo, vorm Schlachten rund 120 Kilo. Nach drei Wochen kommen die Tiere in
"Ferkelaufzuchtbetriebe". Ihre Zähne werden abgeschliffen, die
Schwänze abgekniffen, männliche Ferkel kastriert - im ersten Monat
darf dabei auf eine Narkose verzichtet werden. Sechs Wochen später geht
der Läufer für 21 Wochen in den "Mastbetrieb". 860 Schweine
zählt ein durchschnittlicher Betrieb im Landkreis Harburg, niedersachsenweit
sind es 100 mehr. Statistisch isst jeder Deutsche im Jahr 40 Kilogramm Schweinefleisch.
800 Millionen Schweine leben auf der Welt. (Hamburger
Abendblatt 7. Mai 2003) http://www.abendblatt.de/daten/2003/05/07/157991.html?prx=1
Dieser link gibt Einzelheiten ueber das Schicksal von Schlachttieren: http://www.meetyourmeat.com/
Alec Baldwin sagt dazu: "Wer die routinemaessige Grausamkeit in der Aufzucht
von Schlachttieren gesehen hat, wird die Millionen von mitfuehlenden Leuten
und deren Entschluss verstehen, nie mehr Fleisch auf ihren Tellern zu haben."
****Hessen will Affen, Bären und Elefanten im Zirkus verbieten Wiesbaden (AP) Das Land Hessen tritt dafür ein, Zirkusunternehmen die Haltung von Affen, Bären und Elefanten zu verbieten. Eine entsprechende Bundesratsinitiative beschloss das Landeskabinett am Dienstag in Wiesbaden. Eine artgerechte Haltung der genannten Tierarten sei unter den Bedingungen eines Zirkus praktisch nicht möglich, sagte Umweltminister Wilhelm Dietzel (CDU) zur Begründung. ... http://de.news.yahoo.com/030715/12/3jff3.html
***** Aloe Vera Pflegeserie fuer Tiere (natuerlich nicht an Tieren getestet!)
Nun gibt es auch fuer Tiere Aloe Vera-Produkte fuer die Behandlung von Wunden,
Verletzungen und Hautproblemen, fuer Reinigung von Augen, Ohren und Fell und
das Putzen von Futterschalen, Decken, Staellen und Kaefigen. Natuerlich sind
im Sortiment auch Artikel enthalten zur Erhaltung von Wohlbefinden und Gesundheit
unserer vierbeinigen Freunde. Naehere Auskuenfte irenepaetzold2000@yahoo.de
2. Nachrichten aus Oesterreich
*Vegetarisches Kochen an Schulen bringt die Kulturen zusammen Beim Jugend Projekt des Vegetarier-Bundes in Gelchsheim wurde von HauswirtschafgtslehrerInnen ein interessanter Aspekt berichtet: Wenn in einer Klasse Jugendliche aus den verschiedensten Kulturen Kochunterricht erhalten sollen, so ist das problemlos nur möglich, wenn für alle vegetarisch gekocht wird. Manche Menschen essen keine Schweine, keine Kühe, keine empfindsamen Lebewesen Muslime essen aus religiösen Gründen keine Schweine, weil sie für sie als unrein gelten. Hindus essen keine Kühe, weil sie für sie heilige Tiere sind. Ahimsa, d.h. dass andere empfindsame Lebewesen nicht verletzt und getötet werden sollen, ist auch den Buddhisten einer ihrer wichtigsten Grundsätze. Daraus ergibt sich ganz von selbst, dass Jugendliche mit verschiedenen kulturellen und religiösen Herkünften zusammen nur problemlos vegetarisch kochen können.
Veg* Kochen nimmt Rücksicht auf die Lebensweise anderer Menschen. Strengreligiösen Muslimen ist es nicht nur verboten Schweine zu essen, für sie sind diese Tiere unrein und sie dürfen deshalb mit dem Fleisch der Schweine in keiner Weise in Berührung kommen. Deshalb sollten andere Jugendliche nicht gleichzeitig in derselben Küche diese Tiere zerstückeln und kochen.
Sensible Kinder kochen und essen nichts was Augen hat. Wie wir aufgrund unserer Erfahrungen aus dem Tierschutzunterricht wissen, sind in fast jeder Klasse ein oder mehrere Vegetarier, die aus ethischen Gründen das Töten, Kochen und Essen von allen Tieren ablehnen: Wer sich bewusst ist, wie unsere Mitgeschöpfe in den Tierfabriken und im Schlachthaus behandelt werden, dem vergeht der Appetit darauf, andere empfindungsfähige Lebewesen zu verspeisen.
Vegan können alle problemlos kochen und essen. Da Juden für ihre koschere Ernährung gewisse Tiere nicht zusammen mit Milch kochen dürfen, wird aus praktischen Gründen ganz von selbst das Kochen und die Ernährung der Zukunft an multikulturellen Schulen VEGAN erfolgen. Veganes Kochen heißt: ohne alle tierischen Produkte Speisen zuzubereiten, also auch ohne Milchprodukte.
Kochbuch für VEG* Kochen an Schulen: Haushaltslehrerin Susanne Falk erstellt zur Zeit ein Kochbuch für ein multikulturelles VEG* Kochen an Schulen. Einfach und kostengünstig herzustellende Rezepte für schmackhafte vegetarische und vor allem auch vegane Speisen und Brotaufstriche im Kochunterricht bitte an KSchn@t-online.de
Quelle: Dr. Friedrich Landa, Geschäftsführer Tierschutz im Unterricht, Dachverbandspräsident der oö. Tierschutzorganisationen, tierschutz@t0.or.at, http://www.t0.or.at/~tierschutz
** Kosmetik: Neue, aktuelle Positivliste für tierversuchsfreie Kosmetik Jetzt kostenlos bestellen!! Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN hat einen neuen Einkaufsführer tierversuchsfreier Kosmetika und Reinigungsmittel erstellt. In dieser Broschüre sind alle in Österreich erhältlichen tierversuchsfreien Kosmetikmarken gelistet und - um eine besonders einfache Handhabung zu ermöglichen - alle Geschäfte, in denen diese Produkte erhältlich sind, bzw. bei Versandhandel, alle Details um problemlos bestellen zu können. Dieser einzigartige, 56 Seiten starke Einkaufsführer kann ab sofort kostenlos (excl. Versand) beim VGT bestellt werden. Bestellungen bei: maria@vgt.at
Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN appelliert an die VerbraucherInnen, nur kosmetische Produkte von Firmen zu kaufen, die sich gegen Tierversuche aussprechen und auch keine Rohstoffe verwenden, die immer noch am Tier getestet werden. Solange Tierversuche für Kosmetika nicht vollständig abgeschafft sind, kann der Verbraucher nur durch sein Kaufverhalten sicherstellen, keine Tierversuche mitzufinanzieren.
***Aktivitaeten von FOR ANIMALS
Zirkus: Barelli-Demo Anläßlich der Premiere des Zirkus Barelli in
Graz demonstrierten am 18.5.03
19 FOR ANIMALS-Aktivisten friedlich mit Transparenten und Schautafeln vor dem
Haupteingang des Tierquälerunternehmens. Hunderte eigens für Tigerhaltung
im Zirkus erstellte Flugblätter wurden verteilt. Barelli brachte 5 Tiger,
davon 3 Babies, nicht mehr als 4 Monate, nach Graz. Die Juniorchefin des Unternehmens,
Ramona Spindler, sagte in einer TV-Sendung vom 19.5.03, dies wäre die letzte
Tournee in Österreich, da hier Wildtiere nicht erwünscht seien. Ähnlich
argumentierte Harry Barelli gegenüber einigen Printmedien. www.for-animals.at
Am 18. Mai 2003 ging das bereits 11. Benefiz-Fussballturnier Freistoss für "FOR ANIMALS" im neuen Freizeitpark Thal bei Graz über die Bühne. Tolles Fussballwetter, beste Stimmung unter den Aktiven, die sich wie immer aus Hobbyteams der Grazer IN-Gastronomie zusammensetzten. Der gesamte Reinerlös der Veranstaltung geht wie immer zugunsten unserer internationalen Tierrechtsarbeit. Vor allen die jugendlichen Zuseher freuten sich über einen prominenten Besuch: Jan-Pieter Martens, Ex-Sturmspieler und Champions-Liga- Teilnehmer, jetziger erfolgreicher Musiker verbrachte einige Stunden beim Turnier und nahm auch die Siegerehrung vor. www.for-animals.at
3. Nachrichten aus der Schweiz:
* Vegetarische Information: Das Unterrichtsmaterial LehrerInnen- und SchülerInnnenhefte zum Thema "Vegetarische Ernährung im Unterricht" kann hier runtergeladen oder bestellt werden: http://www.cornatur.ch/vegetarischeslehrmittel.htm(auf deutsch, französisch und italienisch)
** Video: Die Ausbeitung der Erde (Devour the Earth) Verschwendete Nahrung,
vergeudetes Land, Abholzung der Regenwaelder, globale Erwaermung, Bodenzerstoerung,
saurer Regen, bedrohte Meere... das Video deckte die wahren globalen Kosten
des Fleichkonsums auf. Gesprochen von Paul McCartney mit deutschen Untertiteln.
Details bei vegi-buero@vegetarismus.ch
http://www.vegetarismus.ch/video/vsuk_skripte.htm
4. EU am 12. Mai 2003: Selbst ist der Mensch
Heute hat der für Forschung zuständige EU-Kommissar Philippe Busquin
neue bahnbrechende Methoden für Arzneimitteltests vorgestellt. Diese alternativen
Methoden bieten sichere Alternativen zu Tierversuchen und ersparen so jährlich
bis zu 200 000 Kaninchen den Einsatz als Versuchstier. Die neuen Tests wurden
mit Unterstützung der EU von einem Forschungsteam aus nationalen Überwachungslaboratorien,
Testentwicklern und Unternehmen erarbeitet. Mit der sechsteiligen Testreihe
werden fiebererzeugende Stoffe, sogenannte Pyrogene, in Arzneimitteln unter
Verwendung menschlicher Blutzellen anstelle von Versuchskaninchen ermittelt...
http://www.europa-web.de/europa/03euinf/07eukomm/medifors.htm
* Die Ethische Weltformel - Eine Moral für Menschen und Tiere - Helmut
Kaplan Vegi-Verlag, ISBN 3-909067-04-2, 2003, Fr. 14.50 / EUR 9.90, 108 Seiten
Seit Ende Mai 2003 lieferbar: Das neuste Buch des Tierrechtsphilosophen Helmut
Kaplan. In Anspielung auf die Suche nach der Weltformel der Physik, zeigt er
in diesem Buch auf, wie eine ethische "Grundformel" für Menschen
und Tiere aussehen könnte. Mit diesem Buch wird aufgezeigt, dass es durchaus
nicht notwendig ist, eine Ethik für die Tiere und eine andere für
die Menschen zu haben. Man kann beides vereinheitlichen ohne die unterschiedlichen
Bedürfnisse zu übergehen zu müssen. Manchmal ist die
Lösung so nah, dass man sie gar nicht wahr nimmt. http://www.tierrechte-kaplan.org/
siehe auch: http://www.tierrechte-kaplan.org/buecher/index.html
Bestellungen: vegi-buero@vegetarismus.ch,
bei Amazon.de oder bei libris http://www.libri.de/shop/action/productDetails?artiId=2314790
**Vegetarische Hunde- und Katzenernährung - James Peden (Übersetzung
aus dem Amerikanischen) echo-verlag, ISBN 3-926914-40-8, 2003, Fr. 30.30, 240
Seiten
Immer mehr Menschen, die sich aus ethischen Gründen vegetarisch oder vegan
ernähren, suchen nach einer Möglichkeit, auch die letzte Verbindung
zum Schlachthaus zu kappen. Den eigenen Haustieren täglich Abfälle
industrieller 'Nutztierverwertung' in den Napf zu legen, wird zunehmend fragwürdiger.
Die einen Tiere mit den anderen ernähren? Zusätzlich sind viele Menschen
um die Gesundheit ihrer Haustiere besorgt durch Untersuchungen, dass in herkömmlicher
Tiernahrung wenig Appetitliches enthalten ist. Die Deklaration der Inhaltsstoffe
läßt die Verbraucher weitgehend im Unklaren, was in die Rezepturen
gemischt wird, aus denen die so ansprechend aussehenden Kaustreifen und Kroketten
hergestellt werden. Dass es anders geht, beweist das Buch von James A. Peden.
Es enthält Tipps zur Umstellung der Ernährung und viele Rezepte. Außerdem
erfährt der Leser viel Wissenswertes über die speziellen Nährstoffbedürfnisse
von Hunden und Katzen. James A. Peden hat Nahrungszusätze entwickelt, die
selbst zubereitete Kost ausgewogen in den Nährwerten macht. Bestellungen:
vegi-buero@vegetarismus.ch oder
www.amazon.de
6. Tierschützer warnen vor Hunde-Verkäufen nach China
Bonn - Die Welttierschutzgesellschaft (WSPA) hat die europäischen Hundezüchter vor unkontrollierten Verkäufen vor allem von Bernhardinern nach China gewarnt. Der Handel mit Hundefleisch in China floriere, berichtete die WSPA. Millionen Hunde landeten dort jährlich auf dem Schlachthof. «Die Nachfrage nach Bernhardinern für die chinesische Fleischindustrie steigt rapide an», sagte der Geschäftsführer der WSPA in Deutschland, Martin Riebe. Die Zuchttiere stammten aus Europa. Rassehunde aus Deutschland oder England würden - oft ohne Wissen der Züchter - als «Gebärmaschine» in China missbraucht. «Der Mongolisch-Chinesische Fleischhund gilt in China als Delikatesse.» Durch Einkreuzen des Bernhardiners habe die Fleischproduktion enorm gesteigert werden können. Die chinesischen Hundefarmer schätzten am Bernhardiner vor allem das schnelle Wachstum und die große Anzahl der Welpen. Das Schlachten der Tiere ist laut WSPA-Untersuchungen grausam. Meist würden die Hunde durch einen Schnitt getötet - ohne fachgerechte Betäubung. Leipziger Volkszeitung, 28. Mai 2003 http://www.lvz-online.de/ratgeber/tiere/4345_10901.html
7. Ein aussergewoehnliches Gerichtsverfahren: Mann bellte Polizeihund an
Einen Polizeihund anzubellen, kann teuer werden - zumindest in Kalifornien. Ein bellender Amerikaner muss sich wegen Behinderung der Polizeiarbeit vor Gericht verantworten. Der Beschuldigte beruft sich jedoch auf das Recht der freien Meinungsäußerung.
San Jose - Der 25-jährige Kalifornier bekannte sich vor einem Gericht
in Palo Alto als "nicht schuldig". Sollte er trotzdem verurteilt werden,
muss er mit bis zu einem Jahr Gefängnis und 1000 Dollar (911 Euro) Strafe
rechnen. Anfang März war der junge Kellner nachts einigen Polizisten und
deren Hunden über den Weg gelaufen. Nach Angaben seines Anwalts bellte
eins der Tiere den jungen Mann an. Er habe dann mit einem "freundlichen
Bellen" darauf geantwortet. Nach US-Medienberichten sagte ein
Polizeisprecher in Palo Alto, die Belästigung von Polizeihunden sei gesetzlich
verboten. Der Anwalt des Beschuldigten besteht darauf, der Vorfall falle unter
das Recht auf
freie Meinungsäußerung. (Spiegel online, http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,245854,00.html