Neohumanist Ass. of Education, "Rasarit" Ion Creanga 31, Straseni
+373 237 28003
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Für Sie zusammengestellt von der EVU: EVU-restaurant-list
In Moldawien gibt es
keine vegetarischen Restaurants, aber die meisten Restaurants sind
Vegetariern gegenüber freundlich eingestellt und bemühen
sich, etwas Vegetarisches anzubieten. Eines von ihnen ist:
Raj
(Indisches Restaurant)
Str. Ion Creanga 13/I
Chisinau
tel: +373 (0)22 742333
In Moldawien wurde der Vegetarismus Ende der achtziger Jahre während der Perestroika eingeführt. Nach der Aufteilung der Sowjetunion traten viele religiöse Sekten auf den Plan, die auch den Vegetarismus propagierten.
"Uniunea Vegetarienilor din Moldova", die erste moldawische Vegetarier-Organisation wurde 2002 gegründet mit dem Ziel, den vegetarisch lebenden Menschen zu helfen und das vegetarische Gedankengut zu verbreiten.
Sunrise / Rasarit -
Begegnungsstätte
für ältere Menschen
In
der Nähe der Hauptstadt Chisinau pflegt "Sunsrise",
ein Haus für ältere Menschen, das vegetarische Gedankengut.
"Sunrise" liegt in der Stadt
Straseni, und möchte der Gruppe Menschen helfen, die am meisten
verletzlich sind, den Älteren und Alten und besonders denen, die
allein leben, krank oder körperlich behindert sind und nicht
für
sich selbst kochen können.
Seit Ende Dezember 2003 bietet
"Sunrise" für sie eine öffentliche Kantine an und
außerdem finden sie hier Wasch- und Bademöglichkeiten.
Das Zentrum dient auch als Begegnungsstätte, wo man sich trifft,
wo man gemeinsam fernsieht, Zeitung liest, Nachrichten erfährt,
die Dienste eines Arztes in Anspruch nehmen und an verschiedenen
Aktivitäten teilnehmen kann. Zu bestimmten Festen werden
Veranstaltungen wie z.B. Tanzpartys oder Literaturabende organisiert.
Das Zentrum versucht, die lokale Gemeindeverwaltung so weit wie möglich bei der Planung und Durchführung des Projekts mit einzubeziehen, damit die Probleme dieser schwachen Bevölkerungsgruppe einer größeren Öffentlichkeit bewusst werden und sie sich damit befasst. Auch eine größere Beteiligung der staatlichen Stellen ist geplant, nicht mit dem Ziel die staatliche Arbeit zu ersetzen, sondern um sie zunehmend für die Probleme zu sensibilisieren.
Die vegetarische Verpflegung, die in
"Sunrise" angeboten wird, ist ein Versuch,
neohumanistisches Gedankengut zu verbreiten. Neohumanismus begreift
sich als Weiterführung von Humanismus und fördert die Liebe
zu allen beseelten und unbeseelten Lebewesen und Objekten im
Universum; außer um Menschen engagiert sich der Neohumanismus
für Umweltschutz, gegen Grausamkeit an Tieren und Pflanzen.
Am
Anfang herrschte große Skepsis, wie wohl die vegetarische
Verpflegung von den älteren Menschen angenommen würde, aber
schon ein paar Monate nach der Eröffnung, war die vegetarische
Küche ein voller Erfolg. Die Küche ist nicht nur
vegetarisch sondern auch ayurvedisch, das bedeutet, dass außer
Fleisch, Fisch und Eiern auch keine Zwiebeln, Knoblauch und Pilze
verwendet werden. Viele ältere Leute mit Verdauungsproblemen
sind jetzt beschwerdefrei und freuen sich auf das Essen im Zentrum.
Wenn es Sojabratlinge oder Sojafleisch gibt, haben sie schon oft
gemeint, es wäre richtiges Fleisch! Schon manch einer hat sich
täuschen lassen: "... Ihr habt gesagt, hier gibt es nur
vegetarisches Essen, aber das heute, das war doch echtes Fleisch!?"
In Moldavien leben viele Menschen
zwangsweise vegetarisch, weil sie zu wenig Geld haben, um sich
Fleischprodukte kaufen zu können. Normalerweise wird der
Verzicht auf Fleisch mit Armut gleichgesetzt.
"Sunrise"
bewegt viele Menschen in der Gemeinschaft und außerhalb,
Besucher und Gäste. Wenn auch noch klein, gibt es sicherlich
Impulse, damit sich die Menschen über die Bedeutung der
vegetarischen Ernährung bewusst werden. Im allgemeinen haben die
Leute hier viele Vorurteile über die vegetarische Lebensweise,
aber wenn sie erst mal hier gegessen haben, ändern sie bald ihre
Meinung. Die Köche geben sich auch große Mühe, die
Mahlzeiten ansprechend zu servieren, damit es umso besser
schmeckt.
Neben all den Möglichkeiten, die das Zentrum
bietet, wurde es auch bekannt als Heimat für herrenlose Hunde.
Bis jetzt haben 15 Hunde und drei Katzen hier eine Heimat gefunden
und zahlreiche streunende Hunde werden gefüttert. Bewohner und
Personal, die sich dem neohumanistischen Gedankengut verbunden
fühlen, bringen ausgesetzte Tiere ins Heim oder retten sie vor
gewalttätigen Besitzern.
Dieses Engagement hat sich ganz spontan entwickelt. Manche Hunde und Katzen sind im Zentrum auch ärztlich behandelt worden gegen Rachitis, Unterernährung und - wohl am meisten - gegen fehlende Zuwendung. Obwohl die Gesundheitsbehörden keine Tiere im Zentrum dulden wollen, behalten wir sie doch, da sie Hilfe brauchen und sie sich ihrerseits sogar als therapeutische Hilfe für die Menschen bewährt haben.
Das Zentrum ist in der Gemeinde
sehr gut angesehen und ist das Einzige in seiner Art in Moldawien.