![]() | European Vegetarian |
|
"Menschenrechte" für AffenProjekt "Große Menschenaffen" in NeuseelandSpanish - English - aus European Vegetarian, Ausgabe 1/2000 |
|
Den Großen Menschenaffen und nicht zur menschlichen Rasse gehörigen Hominiden (Gorillas, Orang-Utans, Bonobos = Zwergschimpansen) wird man in Neuseeland besondere Rechte zuerkennen. Zum ersten Male in der Geschichte verabschiedete ein Land ein Gesetz, das Tierrechte schützt: Diese Tiere werden nur in Experimenten eingesetzt, wenn die Ergebnisse für die Tiere selbst oder ihre Spezies relevant sind. Versuche, die zum Nutzen des Menschen wären, werden verboten sein. Bisher oblag es dem Staat in Fällen offensichtlichen Missbrauchs von Tieren einzugreifen. In Zukunft wird jeder Bürger in der Lage sein, die Rechte der Tiere zu verteidigen. Der Gesetzesentwurf wurde im Parlament vorgebracht von einer Gruppe von Wissenschaftlern, Philosophen und Rechtsanwälten, die alle hinter dem sogenannten Projekt "Große Menschenaffen" stehen, einer internationalen Bewegung, die für eine Art "Menschenrecht" für Schimpansen und deren Verwandte kämpft. Sie verlangen von der UNO eine Deklaration bezüglich der "Rechte der Großen Menschenaffen" ähnlich dem Gesetzesantrag in Neuseeland und dass die Tiere ohne richterliche Entscheidung nicht hinter Gittern gehalten werden können. Hiermit würde einen Schritt weitergegangen als mit dem Gesetzesentwurf in Neuseeland, der das erste Gesetz einer Nation auf der Welt darstellt, das die Grenze zwischen den Arten durchbricht. Fähigkeiten von Menschenaffen Medizinische Forscher befürchten, dass in der nahen Zukunft andere Tiere ebenso solche Rechte erlangen, da sie den Affen ähneln, und somit Tierversuche nicht mehr möglich wären. Die Befürworter geben jedoch an, dass die Grenze bei denjenigen Tieren gezogen werden müsse, die sich selbst erkennen können. Dies sind nach heutigem Wissensstand lediglich die Großen Menschenaffen und Delfine. Keine Experimente in Neuseeland Sigrid De Leo |
Translated by Bettina Alexandra Geßlein